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Sicherheit um den Dreh herum

Rund um die Uhr, zu jeglichen Tag- und Nachtzeiten, gleich welcher Wochentag, stellen wir Blocker und mit ihnen den Marshall Blocker zur Verfügung. Die Kommunikation erfolgt via Funk, wobei die Walkies in der Regel von der auftraggebenden Produktion ausgehändigt werden, ebenso nötige Absperrschranken und Fahnen bei Intervallsperrungen. Warnwesten werden mitgebracht. Unsere Einsatzkräfte blocken Geh- und Fahrradwege, Fahrbahn und Straße, Haus- und Geschäftseingänge, Bahnsteig, Einkaufspassage und Feldweg, damit keine unbeteiligten bislang unentdeckten Talente im Bild auftauchen oder dem Spielfahrzeug in die Quere kommen, um somit einen möglichst reibungslosen, ruhigen und störungsfreien Ablauf der Filmaufnahmen zu begünstigen.
Dieses Unterfangen schlägt bisweilen fehl, wenn lieben Zeitgenossen, bekannt aus dem städtischen Alltag, bedauerlicherweise eine Laus über die Leber lief. Ähnlich verhält es sich mit manch rabiatem Fahrradfahrer, dem scheinbar einer dabei abgeht rücksichtslos durch eine Absperrung zu heizen. Aber macht nichts, weil solche Leute kosten neben dem Aha-Effekt in der Regel lediglich Zeit und damit Geld – wir bleiben am Ball und halten freundlich und bestimmt dagegen.

Apropos Absperrung, wir schirmen mitunter auch ganze Straßenzüge mit Mannesmanngittern, Absperrgittern, Leitbaken, Warnleuchten und Sicherheitskräften sicher ab, kümmern uns im Location Department zuverlässig um Transport, Auf-, Abbau und Versetzung der Absperrsysteme und nehmen damit der Motivaufnahmeleitung ein Stückchen Arbeit ab. Alles kann, nichts muss.

Film-, Kamera-, Licht-, Grip-, allgemein Set-Equipment, Requisiten, wohin der Filmschaffende guckt, das ist alles Mammon und manche kleine Filmservice-Klitsche stellt sogar das fehlende Hütchen in Rechnung. Abgesehen vom Preis einer Sache ist jeder Einbruch und Diebstahl verdammt ärgerlich, insbesondere durch den dem Schaden folgenden Rattenschwanz. Glück im Unglück ist es dagegen einerseits, wenn die Autoknacker nur hinten in dem nachts auf einem unbewachten öffentlichen Parkplatz abgestellten Set-Sprinter die Tür aufbekamen und den Wert der Cityclean-Matten nicht kannten. Doof gelaufen ist es andererseits, wenn das Elbe-Super-Silent-Nachläufer-Aggregat am nächsten Morgen verschwunden ist – Glück wiederum, wenn es die Polizei tatsächlich wieder findet. Keine Frage, dies war ein seltener Fall. Der nagelneue Catering-Hänger tauchte übrigens nie wieder auf.

Die Set-Wache beaufsichtigt erstens das Set am Drehort, die Kulissen, Arbeitsgerät und Ausrüstung, schirmt zweitens die Produktionscrew von Passanten und sozusagen betriebsfremden Besuchern ab, läuft drittens an den offenen Technik-LKWs und Transportern Streife und hat viertens ein aufmerksames Auge auf Wohnmobile und Trailer. Um bei den Begrifflichkeiten zu bleiben, Sicherheitsdienst und Blocker regeln die Zufahrt zu Parkplatz und Basis.

Auf besonderen Wunsch stellen wir renommierten Darstellern und Regisseuren für einzelne Drehtage, gegebenenfalls über den gesamten Produktionszeitraum hinweg, einen bedachtsamen, unauffälligen im Personenschutz versierten Bodyguard zur Seite, welcher mit außer Rand und Band geratener Presse und Fans klarkommt.

Wenn das Filmteam nach Drehschluss in den Feierabend zieht, kommt die Nachtwache zum Zuge. Sie hat dafür Sorge zu tragen, dass die Crew zu Arbeitsbeginn Set und/oder Fuhrpark auf Hof und Straße in dem Zustand vorfindet, in welchem sie diese 11 Stunden vorher den Rücken kehrte. Darüber hinaus beschützen die Nachtwachen u.a. parallel gefertigte Vorbauten an mehreren Standorten, den Trailerpark, das Studio sowie die Basis.

Die »SoKo Berlin« verschafft der anfragenden Filmproduktion sachkundiges Fachpersonal, mit oder ohne fahrbarem Untersatz bzw. Aufenthalt. – Hiermit wird um eine klare Ansage gebeten: Wann, was, wo und wieviel Pax?